Freitag, 26. August 2016

Bier: Xocoveza


This year’s winner of our American Homebrewers Association-sanctioned homebrewing competition, Chris Banker, helped keep us grounded to our homebrewing roots by introducing flavors consistent with our regional palate. His chocolate, cinnamon, nutmeg, chile pepper and coffee-infused milk stout was built to mimic the flavors of Mexican hot chocolate, a beloved specialty from our neighbors to the south, as our collaborators from Baja California, Cervecería Insurgente, will attest. Layered with earthiness, spice and roast, this creamy, semisweet blue-ribbon beer confirms that the spirit of the American homebrewer is not only alive and kicking but thriving at an all-time high.

So wird das Xocoveza bei Stone Brewing beschrieben. Schoki, Zimt, Muskat, Pfeffer (Cayenne?), Kaffee und Milkstout - das klingt nach einer interessanten Mischung, die gut, aber auch schlecht schmecken kann. Ich mags würzig, scharf und schokoladig, also musste ich das Bier natürlich probieren.

Das Aussehen ist dunkel, fast schwarz mit einem dunklen Schaum. Das Xocoveza riecht nach Zimt, Muskat, Kaffee und Schoki - verdammt lecker! Ist da noch ein wenig Vanille? Der Antrunk macht dort weiter, insbesondere Zimt und Kakao kommen zum Vorschein. Später kommen die weiteren Aromen zur Geltung. Dazu ist das Bier süß, fast wie Sirup, hat aber trotzdem eine gewisse Bitterheit. Der Abgang ist fast noch würziger.

Ich könnte mich in das Bier hineinlegen! Verdammt geil!

Mir hat das Bier pur sehr gut geschmeckt, aber ich kann es mir auch zu Käse, Hähnchen und Chilis vorstellen.

Leberkassemmel und mehr: Stone Xocoveza
  • Name: Xocoveza
  • Brauerei: Stone Brewing
  • Stil: Mocha Stout
  • Alkoholgehalt: 8,1 %
  • Bitterheit: 50 IBU
  • Inhalt: 0,33 l
  • Preis: etwa 5-6 Euro
  • Dazu passt: lieber pur genießen

Mittwoch, 24. August 2016

Longan-Likör

Wieder einmal ist die Rettungstruppe von #wirrettenwaszurettenist unterwegs, um Gerichte oder Lebensmittel zu retten, indem sie selbst hergestellt werden. Dieses Mal ist das Thema Likör und Sirup. Beides stelle ich seit meinem Studium her.

Sirup mach ich auch gerne, aber dann meist eher aus Kräutern. Waldmeistersirup und Holunderblütensirup gehören bei mir ins Standardsortiment, ansonsten probiere ich gerne aus. Mein letzter Versuch war Sirup von den Blättern des schwarzen Johannisbeerstrauchs. 

Zu Likör bin ich eher durch einen Wink mit dem Zaunfall gekommen. Meine Mum und auch meine Oma stellen schon gefühlt ewig Liköre her, aber mich hat es nie interessiert, ist ja so n Familien-Traditions-Dingens, also langweilig für mich. Dann war ich bei einer Art Studentenkonferenz eingeladen und als Neuling wollte ich Alkohol mitnehmen. Warum dann nicht selbst Likör herstellen? So gabs dann Zitronenlikör auf Ouzo-Basis, einen Lebkuchenlikör, der vor allem bei den Männern gut ankam, und noch n Bierlikör. Nachdem der Likör ned nur den anderen, sondern auch mir gut schmeckte, blieb ich dabei. Inzwischen mach ich besonders gern Likör aus Früchten, die ich gerade übrig habe, wie die Longans.

Neben Longans habe ich noch andere Exotenfrüchte bestellt und irgendwann wurdens fast zu viele, um sie zu essen. Kurzerhand wurde aus den Longans Longan-Likör (und ein paar ziemlich alkoholhaltige Früchte).

Leberkassemmel und mehr: Longan-Likör

Zutaten:
  • 2 Handvoll entsteinte Longans, alternativ Litschis
  • 1 Handvoll Kandis
  • 1/2-1 Liter Rum (bei mir weiß und braun mit insgesamt 0,5 l gemischt)
  • 1 vertrocknete Vanilleschote
  • wer will noch etwas Zimt und Nelke, nur nicht zu viel, da Longans sehr fein im Aroma sind
Longans entsteinen, zusammen mit dem Kandis und den Gewürzen in ein Gefäß geben. Mit Rum auffüllen und das Gefäß für mindestens 6 Wochen im Dunklen ruhen lassen.
Dann den Likör durch einen Kaffeefilter oder ähnliches filtern, in Flaschen abfüllen und nochmals mindestens 2 Wochen ruhen lassen.

War doch nicht schwer, oder? Wie immer haben mehr Blogger bei der Rettungsaktion mitgemacht. Nachdem ich aber aktuell im Urlaub in Down Under bin, schaut lieber bei anderen Bloggerkollegen nach der Liste der Teilnehmer. Sobald ich Zeit habe, übernehme ich sie.


The Apricot Lady - Rotweinlikör 
Pane-Bistecca - Himmelbrum-Vanille Sirup
lieberlecker (Andy) - Ingwer Limetten Sirup
Unser Meating: Johannisbeersirup 
Summsis Hobbyküche - Roter Johannisbeerlikör  
Brittas Kochbuch - Himbeersirup

Dienstag, 23. August 2016

Urlaub: Bratislava

Vor wenigen Monaten war ich mal wieder beruflich unterwegs, genauer gesagt in Wien. Nachdem mich Bratislava schon länger reizt, bin ich kurzerhand einen Tag früher angereist und direkt weiter nach Bratislava gefahren.
Wer mit der Bahn von Wien anreist, der kann das Bratislava-Ticket nutzen. Für 16 Euro kann man an einem der folgenden Tage sogar wieder zurück fahren und wenn man Glück hat und zur rechten Zeit unterwegs ist eine kostenlose Stadtführung mitmachen.
Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakei und mit etwa 415.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. Das historische Zentrum ist nicht zu groß, so dass man eigentlich alles zu Fuß erlaufen kann. Die Unterkünfte sind verhältnismäßig günstig. Neben den ganzen Hotels gibt es auch ein paar Botels, also schwimmende Hotels. Ich wählte das Botel Marina, was sauber und mit nettem Personal war. Einzig das Frühstück hatte den Nachteil von Pulverkaffee. Ach ja, das war grob der Ausblick vom Steg zum Botel. Die Brücke ist die Ufobrücke, die auch ein Restaurant beherbergt. Links davon ist die Altstadt, rechts sind massig Wohnblöcke.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Von weitem sichtbar ist die Burg, Bratislavský hrad, deren Grundriss aus dem 15. Jahrhundert stammt. Dorthin schaute ich später auch, um den Ausblick zu genießen, aber erst ging es in die Altstadt.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Bratislava ist bekannt für die ganzen Skulpturen, die in der Altstadt stehen. Hier ist zum Beispiel "Man at Work", das einen Kanalarbeiter zeigt und mein persönlicher Favorit ist.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Oder will bei Napoleon auf dem Hauptplatz sitzen? 

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Mir gefielen insbesondere die Hinterhöfe und kleinen Gässchen. Man merkt, dass nicht alles hergerichtet ist, aber das finde ich macht auch den Charme der Stadt aus.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Oder was denkt ihr? Beide Bilder sind in der Nähe des Michaelertors entstanden, dem einzig erhaltenen Stadttor.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Nachdem ich gefühlt stundenlang durch die Altstadt getigert bin, um ja alles zu sehen, gings zu Fuß zur Burg hoch. Man kann allerdings auch die Bummelbahn nehmen. Hier oben gäbs eigentlich auch ein Museum, aber ich war schon von der Aussicht beeindruckt.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Wenn man etwas um die Burg rumspaziert, kann man auch auf die Altstadt blicken. Die Kirche im Vordergrund ist der Martinsdom.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Wer so viel geht, bekommt Hunger. In der Altstadt liegt ein Restaurant neben dem anderen und man muss sich nur für eines entscheiden. Nach einem Rundgang landete ich im Verdict, bei dem mir gleich Staropramen als Bier empfohlen wurde.


Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Auch wenn mich noch ein paar andere Gerichte interessierten (ich sage nur Brimsennocken), wählte ich Bryndza Pierogi, Piroggen aus Kartoffelteig gefüllt mit Schafskäse und Sour Creme, serviert mit Bacon und Sour Creme. Lecker!

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Wem langweilig ist, kann ich einen Spaziergang an der Donau empfehlen. Es gibt auch viele Bars, Restaurants,... Möglichkeiten sind jedenfalls da.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Ich hab bereits am Anfang erwähnt, dass ich vom Frühstück im Botel nicht ganz zufrieden war. Man merkte, dass die Qualität der Speisen ned unbedingt so gut ist. Filterkaffee, gummiartigen Semmeln usw. Was ich aber liebte, war der Käse. Die langen dünnen Stränge stammen vom Korbáčiky, während das Runde der Parenica ist. Parenica wird aus Schafsmilch oder eine Mischung aus Schafs- und Kuhmilch hergestellt.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Ursprünglich sprach der Wetterbericht von Regen. Also stellte ich mich auf eine frühe Abreise nach Wien ein, bis mich Sonnenstrahlen weckten. Der Wetterbericht versprach wenigstens bis Mittag gutes Wetter. Ich war schneller aus dem Botel als gedacht und kaufte mir ein Bootsticket nach Devin und zurück. Devin ist eine Burgruine Flussaufwärts beim Zusammenfluss von Donau und March.
Alternativ fahren auch zwei Busse nach Devin, aber ich wollte etwas die Aussicht genießen.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Blick vom Boot:

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Die Burg wurde 864 zum ersten Mal erwähnt und war bereits zur römischen Zeit ein Vorposten zum Donaulimes. Sie wurde stets ausgebaut, bis Napoleonische Truppen sie im Jahr 1809 sprengten.

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Der Blick auf die Donau und auf die March (das dunkle Wasser) gefiel mir sogleich. Im Ausstellungsraum und auf den Schautafeln erfuhr man noch mehr über die Burg, ihre Bedeutung, Fundstücke und Hintergründe. Eindeutig ein Ausflug wert!

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Die Eisdiele Luculus reizte mich schon die ganze Zeit in Bratislava, aber mir war die Schlange zu lange. Kurz vor der Rückfahrt nach Wien beschloss ich mich einzureihen. Als ich merkte, dass rundherum fast nur Einheimische auf die süße Erfrischung warteten, war ich schon begeistert. Das verspricht Gutes!

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Saulecker! Wenn ich jetzt noch wüsste, welche Sorte ich hatte...

Leberkassemmel und mehr: Bratislava

Einen Ausflug nach Bratislava kann ich nur empfehlen. Die putzige Altstadt hat es mir angetan und gutes Essen gibts auch noch.

Freitag, 19. August 2016

Bier: YVR ISA

Wenn ich an die Brauerei Steamworks aus Vancouver, Kanada denke, kommen mir als erstes die Flaschen in den Sinn. Ich liebe deren Design! So auch beim YVR ISA, einem India Session Ale. Als nächstes Fallen mir deren Hopfen- und Malzwahl ein. Beim YVR ISA sind das Premium 2-Row, Cara 20, Carapils & Munich bei Malz, sowie die Hopfen Galaxy, Orbit & Nelson Sauvin.

Leberkassemmel und mehr: YVR ISA Steamworks

Das YVR ISA ist eine Homage an die Heimatstadt Vancouver - oder wie sie sagen „Some call it sessionable, smashable, quaffable or approachable, we just call it the YVR ISA."

Leberkassemmel und mehr: YVR ISA Steamworks

Das Ale schaut gelblich aus und der Schaum ist weiß. Hmm, es riecht hopfig und fruchtig zugleich. Zitrus? Gut, und wie schmeckt Vancouver? Zitrus ist auf jeden Fall auch hier dabei. Passionsfrucht? Stachelbeere? Leicht grasig nach Hopfen? Etwas malzig? Der Abgang ist hopfiger und bitterer.
Kein besonderes, aber trotzdem süffiges Bier, welches für den Sommer geschaffen ist.

Leberkassemmel und mehr: YVR ISA Steamworks

  • Name: YVR ISA
  • Brauerei: Steamworks
  • Stil: India Session Ale
  • Alkoholgehalt: 4,4 %
  • Bitterheit: 40 IBU
  • Inhalt: 0,33 l
  • Preis: -
  • Dazu passt: Burger, fruchtiges Essen
*Auch wenn ich die Biere von Biervana kostenlos erhalten habe, bleibt meine Meinung davon unberührt. Vielen Dank nochmals dafür!

Dienstag, 16. August 2016

Restaurant: Crossfield

Vor einiger Zeit, als mein damaliger Chef und Kollegen abends nach einem Symposium, durch Wien irrten auf der Suche nach einer Cocktailbar, landeten wir durch Zufall bei Crossfield. Crossfield's Australien Pub gefiel uns damals recht gut von der Bierauswahl. Leider waren wir alle satt, ansonsten hätten mich damals schon die Heuschrecken interessiert.
Genau an dieses Pub dachte ich, als ich im Mai wieder einmal beruflich in Wien war. Zum Glück bekam ich einen gerade frei werdenen Platz draußen im Freien. Die Bierauswahl war wieder einmal schwierig, nachdem ich die meisten Biere einfach nicht kenne. Im Endeffekt blieb ich beim Kakadu Ale hängen. Keine schlechte Wahl, wie sich später herausstellte. Das Bier ist schön süffig und geschmacklich auch top.

Leberkassemmel und mehr: Red Ale beim Crossfield

Was ziemlich schnell auffällt ist, dass die Bedienungen fast nur englisch reden, genauso wie die allermeisten Gäste rundherum.
Bei Bier wollte ich es diesmal nicht belassen. Die Heuschrecken würden mich immer noch reizen, genauso wie ein paar andere Speisen auf deren Karte. Der Blue Mountain Burger fand schlussendlich meine Zustimmung. Burger mit Rindfleisch, Blauschimmelkäse, Birne, Salat, Tomate, Sauce und Johannisbeersauce. Dazu werden Pommes serviert.


Der Burger ist ordentlich groß. Der Käse in Kombi mit dem Fleisch schmeckt hervorragend und zudem gibts ja noch den Blauschimmelkäse, der sich beim Salat hervortut. Das Fleisch ist nicht ganz durch und der Bun ist angenehm knusprig und schmeckt auch noch. Insgesamt ein verdammt geiler Burger!
 

Ach ja, gegen die Pommes kann ich auch nichts sagen. Knusprig, aber nicht zu sehr und leicht salzig. Was will man mehr?

Crossfield's Australian Pub
Maysedergasse 5
A-1010 Wien
http://www.crossfield.at/